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Regelmäßiger Sport tut der Seele gut. Dies ist sicherlich eine Alltagserfahrung. Aber hilft Sport auch, wenn eine Depression vorliegt? Und wie hoch muss die „Dosierung“ sein, um gute Effekte zu erzielen? Kann Sport andere Therapien ersetzen?

Es finden sich sehr interessante Ergebnisse systematischer Untersuchungen. Sport ist antidepressiv wirksam und kann ähnlich starke Effekte wie Psychotherapie erzielen. Dabei ist aber wichtig, dass nicht die sehr schwer depressiv Erkrankten untersucht wurden. Und evtl. kann man auch auf Medikamente verzichten, wenn regelmäßiger Sport ausgeübt wird. Die Wirksamkeit wird gesteigert und wenn Medikamente genommen werden, kann Sport die Wirkung verstärken.

Es gibt nur das große Problem, dass viele Menschen mit Depression sich nicht aufraffen können, Sport zu machen. Ihr Antrieb ist krankheitsbedingt beeinträchtigt. Dann ist guter Rat teuer. Wie sieht eine sinnvolle Dosierung aus? In den meisten Studien wurde 3 x 30 Minuten in der Woche untersucht. Langsames Gehen, laufen auf dem Laufrad, Ausdauertraining – die Möglichkeiten sind vielfältig.

Literatur

  • Ledochowski, L., Stark, R., Ruedl, G., & Kopp, M. (2017). Körperliche Aktivität als therapeutische Intervention bei.
    Der Nervenarzt, 88(7), 765-778.