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Die verstärkten Maßnahmen zur Eindämmung der Infektionsraten im Zuge der Corona Epidemie verändern unseren Alltag in fast allen Bereichen. Die Ausgangs- und Kontaktregeln beschränken unsere Bewegungsfreiheit und schränken die sozialen Kontakte in einem erheblichen Maße ein. Die meisten Menschen reagieren auf diese Entwicklung mit vermehrten Sorgen, Ängsten und einem Gefühl der Hilflosigkeit.
Nicht nur die Angst, selbst zu erkranken oder ein naher Angehöriger könnte betroffen sein und, etwa da er zur sogenannten Risikogruppe gehört, versterben beschäftigt uns. Auch die Möglichkeit, den Arbeitsplatz zu verlieren und damit nicht mehr in der Lage zu sein, den Lebensunterhalt für sich und die Familie zu bestreiten kann belastendes Thema geworden sein. Auch der Gedanke von wichtigen Bezugspersonen, etwa den eignen Eltern, von Freunden und Verwandten abgeschnitten zu sein, löst Beklemmung aus, kann zu starken Ängsten, Hilflosigkeit und Einsamkeitsgefühlen führen.
Es kann aber auch sein, dass Ärger empfunden wird. Etwa über die Handlungsanweisungen der staatlichen Stellen, über die Begrenzung der Bewegungsfreiheit oder die Veränderung ganz normal erscheinender Gewohnheiten, etwas das Erledigen von Einkäufen, der Besuch des Fitnessstudios oder der Kinobesuch mit Freunden. Die Einschränkungen haben für viele Familien und Paare auch zur Folge, dass sie sehr viel mehr Zeit miteinander verbringen und dies unter Umständen auf sehr viel engerem Raum. Kinder gehen nicht mehr in die Schule, Eltern haben nicht mehr die Routinen ihres Alltags, Paare verbringen sehr viel mehr Zeit miteinander. Auch diese Umstände können Stress erzeugen.
Gefühle von Angst, Traurigkeit und Hilflosigkeit, aber auch Ärger und Anspannung sind ganz normale Reaktionen auf dieses außergewöhnliche Ereignis. Desorientierung, Traurigkeit, aber auch Wut oder Ärger können verstärkt auftreten.
Wichtig ist es in dieser verunsicherden Situation sehr aufmerksam nach Strategien zur Entlastung zu suchen und diese umzusetzen. Hier sind Einfallsreichtum, der Rückgriff auf die Bewältigung früherer Herausforderungen und Krisen oder aber Impulse aus dem Umfeld und den sozialen Medien gefragt.
Als wichtig erachtet wird von allen Fachleuten, dass eine regelmäßige und abwechslungsreiche Tagesstruktur geschaffen wird. Günstig ist dabei, diese an die gewohnten Routinen anzulehnen, etwa die Morgenstunden für die Erledigungen der Schularbeiten zu nutzen und abends ein Kinoabend auf dem Sofa zu organisieren. Körperliche Aktivität, wie etwa Gymnastik, Yoga oder Krafttraining wird jetzt ins Wohnzimmer verlagert oder, soweit die Ausgangsbeschränkungen dies zulassen, im Freien durchgeführt. Auch die geistige Beschäftigung sollte nicht fehlen, etwa endlich wieder einmal ein Buch zu lesen, Spiele zu spielen oder das fast vergessene Musikinstrument wieder einmal zur Hand zu nehmen.
Es ist eine Zeit der besonderen Verantwortungsübernahme für die eigene Gesundheit, aber auch für das Wohlergehen Andere.
Kraft bei der Bewältigung dieser schwierigen Situation gibt sicher das Wissen, dass wir alle davon betroffen sind und wir in diesen Tagen von viele Aktionen von Solidarität und Hilfe hören oder sie persönlich erfahren.
Es kann jedoch auch sein, dass Sie sich in einem hohen Maße überfordert fühlen, ihre eigenen Bewältigungsversuche Ihnen nicht ausreichende Beruhigung und seelische Gesundheit verschaffen können. Sie sind dann auf die Unterstützung von professionellen Helfern, etwa Ärzten oder Psychologen angewiesen sind. Das kann begründet sein, dass Sie von besonders einschneidenden Veränderungen betroffen sind, Sie sich in einer kritischen Lebenssituation befinden oder frühere seelische Erkrankungen aktualisiert werden.
In diesem Fall ist es auch in diesen Zeiten wichtig, dass sie eine zeitnahe und professionell Behandlungsmöglichkeit bekommen. Der erste Weg ist in der Regel zum Hausarzt oder anderen bekannten Anlaufstellen.
Sollten diese nicht greifbar sein oder als in dieser spezifischen Situation nicht ausreichend sein, stehen wir Ihnen mit unseren tagesklinischen Behandlungsangeboten weiterhin zur Verfügung. Auch im Falle von Ausgangsbeschränkungen können Sie zu uns kommen, unsere Behandlungsangebote werden auch unter den besonderen Bedingungen aufrechterhalten und durch neue Angebote, etwa die Möglichkeit von Online-Therapien ergänzt.
Rufen Sie uns unter der zentralen Nummer 030 – 120 820 00 an oder tragen Sie sich online auf dieser Homepage für einen Vorgespräch ein.